A Jazz Improvisation Primer

von Marc Sabatella

© Copyright 1992-2000 Outside Shore Music

Übersetzung: Edgar Lins (letzte Änderung 12.8.2005)


Andere Instrumente

Der Gebrauch von anderen Instrumenten, wie von Blech- oder Holzblaßinstrumenten, als Begleitinstrumente ist gewöhnlich auf ein paar Hintergrund-Riffs oder wiederholte Phrasen beschränkt. Diese Art der Begleitung ist in Blues-Bands populär. Ein Bläser spielt oft eine einfache Linie, die auf der Blues-Tonleiter basiert, und andere Bläser nehmen sie auf und wiederholen sie.

Freie Jazz-Formen gestatten weniger strukturierte Begleitungen. Wenn Sie sich Ornette Colemans Free Jazz oder John Coltranes Ascension anhören, werden Sie bemerken, daß die Bläser, die kein Solo spielen, frei entscheiden, welche Hintergrundfiguren sie spielen möchten. Das Ergebnis ist oft kakophonisch, aber wenn das der beabsichtigte Effekt ist, dann ist er an sich nicht schlecht.

Am anderen Ende des Spektrums sind Big-Band-Arrangements, die oft komplizierte, ausgearbeitete Background-Bläsersätze für die Soli haben. Arrangements für Bläsergruppen zu schreiben ist dem Begleiten auf dem Klavier in der Hinsicht ähnlich, daß die Parts im allgemeinen die Akkorde aufbauen und auf rhythmisch interessante Weise benutzt werden. Die Parts sind im allgemeinen jedoch ruhiger und melodischer als eine typische Klavierbegleitung, sowohl weil der Klavierpart gewöhnlich improvisiert ist, während das Bläserarrangement vorausgeplant werden kann, als auch weil es für die Bläser leichter ist, melodische Linien zu spielen, die zu Akkorden angeordnet sind, als es für einen Klavierspieler ist. Arrangements für die Bläsergruppe betonen oft die Artikulation oder Variationen im Einschwingen (= attack) und in der Lautstärke noch mehr als ein Klavier normalerweise dazu in der Lage ist. Im allgemeinen werden z.B. folgende Mittel in Arrangements für Bläsergruppen benutzt:

Man muß nicht in einer Big-Band spielen oder ein vollendeter Arrangeur sein, um eine Begleitung durch eine Bläsergruppe zu benutzen. Oft reichen zwei oder drei Blasinstrumente, um interessante Hintergrundfiguren zu spielen. Die meisten Grundregeln, die beim Aufbau der Klavierakkorde benutzt wurden, können auch für Bläser benutzt werden. Drop-Voicings sind besonders wirkungsvoll. Wenn nur zwei Blasinstrumente vorhanden sind, funktionieren Linien, die sich in parallelen Terzen bewegen, oft gut. Hören Sie sich Miles Davis' The Birth Of The Cool oder eine beliebige Aufname von Art Blakey mit den Jazz Messengers an, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie man für relativ kleine Ensembles arrangieren kann. David Bakers Buch Arranging And Composing kann Ihnen ebenfalls beim Einstieg helfen.


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