Es gibt weitere logische Möglichkeiten, Griffe zu konstruieren - zu viele, um hier jeden einzelnen zu beschreiben. Die meisten Ansätze sind in dem Sinne ähnlich, daß sie jedem Akkord eine Tonleiter zuordnen und den Griff aus Noten dieser Tonleiter konstruieren. Indem Sie einen dieser Tonleiter-Ansätze benutzen, können Sie Ihre eigenen Griffmuster bilden. So ist z.B. eine Sekunde mit einer darüber angeordneten Terz ein etwas dissonanter aber nicht zu überladener Sound, den viele Pianisten ausgiebig benutzen. Für einen Akkord wie z.B. Fmaj7 können Sie dieses Format an jeder Stelle der zugehörigen F-lydischen oder F-Dur-Tonleiter anwenden. Da die F-Dur-Tonleiter in diesem Zusammenhang eine zu vermeidende Note (B) enthält, würde man sich normalerweise für die lydische Tonleiter und das unveränderte H entscheiden, so daß keiner der erzeugten Griffe eine zu vermeidende Note enthalten würde. Das oben beschriebene Muster führt zu F G H, G A C, A H D, H C E, C D F, D E G und E F A über der F-lydischen Tonleiter.
Die meisten diese Griffe sind in dem Sinne vieldeutig, daß sie nicht ohne weiteres den Akkord bestimmen. Wie bei den 3/7- und Quartengriffen werden Sie jedoch feststellen, daß die Anwesenheit eines Bassisten, oder nur der Kontext der gespielten Akkordprogression, es gestattet, aus fast jeder Kombination von Noten einer gegebenen Tonleiter einen akzeptablen Griff für den zugehörigen Akkord zu erstellen.
Sie möchten vielleicht mit verschiedenen Mustern und verschiedenen Tonleitern experimentieren, um zu sehen, ob Sie Griffe finden, die Sie besonders mögen. Oft ist das Ziel nicht, einen Griff zu finden, der einen gegebenen Akkord vollständig beschreibt, sondern eher einen Griff zu finden, der einen bestimmten Sound vermittelt ohne den Akkord ernsthaft zu verfälschen. Sie stellen eventuell fest, daß Sie an einem bestimmten Punkt in der Musik das charakteristische Strahlen einer reinen Quinte hören möchten oder die charakteristische Dissonanz einer kleinen None oder eines Clusters verschiedener Noten, die eine Sekunde auseinander liegen, aber ohne den charakteristischen Klang nach einer falschen Note einer völlig zufälligen Auswahl von Noten. An die zugehörige Tonleiter zu denken und Ihren Sound in diesen Zusammenhang zu stellen, bietet Ihnen eine logische und zuverlässige Möglichkeit, den Sound zu erhalten, den Sie möchten, ohne der Harmonie zu schaden.
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