A Jazz Improvisation Primer

von Marc Sabatella

© Copyright 1992-2000 Outside Shore Music

Übersetzung: Edgar Lins (letzte Änderung 13.1.2005)


Eine kurze Geschichte des Jazz

Anderen Jazz-Musikern zuzuhören ist bei weitem das wichtigste, das Sie tun können, um etwas über Jazz-Improvisation zu lernen. So wie Worte niemals beschreiben können, wie ein Gemälde von Monet aussieht, wird kein Buch von mir beschreiben, wie Charlie Parker klingt. Obwohl es für einen Auftretenden wichtig ist, seinen eigenen Stil zu entwickeln, sollte das nicht isoliert getan werden. Sie sollten sich darüber bewußt sein, was andere vor Ihnen getan haben.

Da wir die Wichtigkeit des Zuhörens herausgestellt haben, bleibt die Frage: "Was sollte ich mir anhören?" Wahrscheinlich haben Sie von Jazz-Musikern, die Sie mögen, bereits einen gewissen Eindruck. Man kann oft mit einem Musiker anfangen und sich weiter vorarbeiten. Den ersten Jazz-Musiker, den ich mir z.B. ausgiebig anhörte, war der Pianist Oscar Peterson. Nachdem ich mir ungefähr ein halbes Dutzend seiner Alben gekauft hatte, fand ich, daß ich auch ein paar der Musiker mochte, mit denen er aufgetreten war, wie z.B. die Trompeter Freddie Hubbard und Dizzy Gillespie, und fing an, mir Ihre Alben ebenfalls zu kaufen. Als ich dann den Pianisten Herbie Hancock mit Hubbard hörte, fand ich eine neue Richtung, in der ich weiterforschen konnte; eine, die mich zu dem Trompeter Miles Davis führte und dadurch zu dem Saxophonisten John Coltrane, und der Prozeß geht immer noch weiter.

Ein Teil der Ziele dieses Buchs ist, Ihnen dabei zu helfen, Ihre Richtung beim Zuhören zu finden. Es folgt eine kurze Geschichte des Jazz mit der Erwähnung von vielen wichtigen Musikern und Alben. Beachten Sie, daß das Thema der Geschichte des Jazz ganze Bände füllt. Ein paar davon sind in der Bibliographie aufgeführt.

Dieses Buch gibt eine grobe Übersicht über die bedeutenden Perioden und Stile. Es gibt viele Überschneidungen in den beschriebenen Zeiträumen und Stilen. Die späteren Abschnitte über Jazz-Theorie basieren im wesentlichen auf Prinzipien, die von den 1940er bis zu den 1960er Jahren entwickelt wurden. Diese Musik wird manchmal als "Mainstream" oder "Straightahead" Jazz bezeichnet.

Ihre örtliche Bibliothek kann eine unschätzbare Hilfe dabei sein, Material von Musikern zu finden, mit denen Sie nicht vertraut sind. Vielleicht möchten Sie auch Alben mit Ihren Freunden teilen. Aufnahmen für den Gebrauch durch Dritte auf Band oder CD zu überspielen ist natürlich ein Verstoß gegen die Urheberrechte, und es schmälert das Einkommen der Musiker. Sie sollten die Bibliothek und die Sammlungen von anderen benutzen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was Sie mögen, und dann losgehen und es kaufen.

Top-Ten-Liste

Es wird natürlich nicht erwartet, daß Sie losziehen und Alben aller o.a. Künstler kaufen. Im allgemeinen werden die Künstler, die bei einem Stil als erste und am detailliertesten beschrieben werden, als die wichtigsten angesehen. Eine ziemlich unbestrittene "Top-Ten-Liste", die Vertreter von verschiedenen Stilen und Instrumenten enthält, wäre Louis Armstrong, Duke Ellington, Billie Holiday, Charlie Parker, Art Blakey, Charles Mingus, Thelonious Monk, Miles Davis, John Coltrane und Ornette Coleman. Diese gehören zu den ganz Großen des Jazz. Nach diesen spielen persönliche Vorlieben eine größere Rolle.


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