A Jazz Improvisation Primer

von Marc Sabatella

© Copyright 1992-2000 Outside Shore Music

Übersetzung: Edgar Lins (letzte Änderung 6.1.2005)


Vorwort

Dieses Buch begann als Versuch, einige Antworten auf Fragen zusammenzustellen, die gewöhnlich von angehenden Improvisatoren in der Newsgroup rec.music.bluenote im Internet gestellt wurden. Beim Zusammenstellen des Texts entwickelte es sich jedoch zu einer umfassenderen Abhandlung, die hoffentlich als Anleitung für den Einstieg in das Selbststudium der Jazz-Improvisation geeignet ist.

Während ich den Rahmen dieser Arbeit von den einfachen Seiten, die Fragen und Antworten enthielten, zu dem erweiterte, was es heute ist, war eines meiner Ziele, es auch für diejenigen nützlich zu machen, die nicht die Absicht haben, Jazz-Musiker zu werden, die aber ihr Verständnis der Musik verbessern möchten, um eine bessere Einschätzung zu bekommen. Einige Zuhörer erfreuen sich daran ohne zu wissen, was die "Zutaten" der Musik sind, d.h. sie behandeln die Musik in dieser Hinsicht wie eine Wurst, aber ich glaube mit ziemlicher Sicherheit, daß man den Spaß an der Musik durch ein besseres Verständnis fast immer vergrößern kann.

Dieses Buch geht davon aus, daß der Leser mit den grundlegenden Konzepten der Terminologie und Notation in einem gewissen Maß vertraut ist, jedoch nicht mehr als man in ein paar Stunden Musikunterricht als Kind gelernt hat. Von dieser Grundlage aus geht das Buch schrittweise tiefer in die relativ fortgeschrittene Theorie. Die hier präsentierte Menge an Information mag, außer für die ambitioniertesten der nicht auftretenden Zuhörer, überwältigend erscheinen, aber ich glaube, daß das Studium den Aufwand wirklich lohnt.

Die Theorie, die in diesem Buch besprochen wird, könnte bei entsprechend ausführlicher Behandlung leicht mehrere hundert Seiten umfassen und sollte von Notenbeispielen und Ausschnitten realer Soli begleitet werden. Es ist jedoch nicht meine Absicht, hier das Große Amerikanische "Wie man Jazz spielt"-Handbuch zu schreiben (aber sehen sie unten weitere Information zu der CD-ROM, die ich entwickle). Sehen Sie dieses Buch eher als eine Einführung in das Thema an, oder als einen Überblick der verschiedenen Themen, die in anderen Texten behandelt werden. Ich habe auch das Gefühl, daß Jazz-Improvisation ohne ein Gefühl für die Geschichte des Jazz nicht verstanden oder gemeistert werden kann. Ich habe deshalb einen Abschnitt über die Geschichte in den Text aufgenommen. Meine Abhandlung ist auch hierbei eher ein Streifzug und sollte nur als ein einführender Überblick angesehen werden.

Man könnte argumentieren, daß es besser wäre, anstatt dieses Buchs einfach einen Text über die Geschichte und einen Text über die Theorie zu lesen. Es steckt wahrscheinlich ein wenig Wahrheit darin. Dieses Buch versucht jedoch, diese Ansätze in einer Weise zu verbinden, die man nicht mit getrennten Texten erreichen kann, um Ihnen eine wesentliche Vorstellung davon zu geben, worum es bei der Jazz-Improvisation geht. Es geht auch weniger pedantisch als die meisten Texte über Improvisation vor, und ermutigt Sie dazu, Ihre eigene Stimme zu finden, anstatt Sie bloß darin zu unterrichten, wie man die "richtigen" Noten spielt. Ich denke Sie werden finden, daß die Geschichte, Theorien und Techniken, die hier besprochen werden, ein gutes Stück dessen erklären, was hinter dem größten Teil der Jazz-Musik steckt, die man hört, aber für sich alleine nicht notwendigerweise genug sind, um Ihnen zu gestatten, die Musik zu reproduzieren oder gar vollständig zu analysieren. Wenn es jemandem die richtige Richtung weist, ihn ermutigt, nach umfassenderen Texten zu suchen oder motiviert, einige Stunden zu nehmen oder zu studieren, dann war es erfolgreich.

Da dieses Buch vor dem Aufkommen des Web geschrieben wurde, vor den Tagen von Online-Grafiken und Klangdateien im Internet, besteht dieses Buch nur aus Text. Das ist bedauerlich, weil es die Abschnitte über Akkorde, Tonleitern und Stimmungen verwirrender macht als sie es verdienen. Es sorgt auch für eine übermäßig technische und trockene Besprechung einer solch freien und kreativen Kunstform wie Jazz. Es wäre schön, wenn man mit diesem Buch den typischen Anfänger, den Oberstufenschüler oder Studenten, der nicht notwendigerweise technisch geneigt ist, ansprechen könnte. Musikalische Beispiele wären zweifellos dabei hilfreich, einige meiner Punkte zu verdeutlichen, die nun wahrscheinlich im verwirrenden Wortschwall untergehen. Ich glaube auch, daß ein paar Beispiele dazu zu benutzen, einige der langwierigeren Erklärungen zu verkürzen, mir dabei helfen würden, das Buch ein wenig besser auf den Punkt zu bringen. In einem gewissen Maß habe ich das durch das Erstellen der gedruckten Version dieses Texts - A Whole Approach To Jazz Improvisation - verwirklicht.

Ich habe damit begonnen, eine Multimedia-CD-Version des Buchs zu erstellen, die A Jazz Improvisation Almanac heißen soll. Diese soll Hypertext, Grafiken und Klangdateien enthalten. Sie wird auch um einiges umfangreicher sein; wahrscheinlich in der Größenordnung von dreimal soviel Text, zusätzlich zu allen Beispielen, die ich hinzufügen kann. Das Projekt liegt jedoch auf Eis, da ich erkennen mußte, daß ich mir zuviel zugemutet hatte. Sie können hier (extern) sehen, was davon bereits online ist (und es ist eine ganze Menge).

Jeder, der Interesse daran hat, mir bei dem CD-ROM-Projekt zu helfen, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Falls ein Leser Vorschläge für mein CD-ROM-Projekt oder Anmerkungen zu diesem Buch hat, lassen Sie es mich bitte wissen. Meine E-Mail-Adresse ist marc@outsideshore.com. Sie können mich auch unter der u.a. Telefonnummer und Adresse erreichen. Eine Nachricht in der Newsgroup rec.music.bluenote oder rec.music.makers.jazz wird ebenfalls oft meine Aufmerksamkeit erregen.

Die erste Ausgabe dieses Buchs enthielt keinen Copyrightvermerk, unterlag aber ohnehin den Urheberrechtsgesetzen der USA und der internationalen Berne Convention. Diese Ausgabe trägt einen expliziten Copyrightvermerk. Sie können den Text frei online lesen, aber da die gedruckte Version nun herausgegeben ist und verkauft wird, bitte ich Sie, nicht zu versuchen, diese Version herunterzuladen und auszudrucken.

Abschließend möchte ich einigen Menschen danken, die zu diesem Buch beigetragen haben. Solomon Douglas, Jonathan Cohen und Sue Raul haben die ersten Entwürfe durchgesehen und machten mir viele gute Vorschläge, von denen viele in die erste Ausgabe eingeflossen sind. Jonathan hat auch einiges Material für die Besprechung modaler Musik beigetragen. Seit die erste Ausgabe veröffentlicht wurde, haben tausende Menschen sie gelesen. Ich erhielt viele Kommentare und habe versucht, so viele Vorschläge wie möglich in den Text einzuarbeiten. Während es schwierig wäre, jeden aufzuführen, der mir einen Kommentar gegeben hat, möchte ich ganz besonders Russ Evans, Jos Groot, Jason Martin Levitt, Scott Gordon, Jim Franzen und David Geiser danken.


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